Mietminderungstabelle richtig nutzen

Die sogenannte Mietminderungstabelle hilft Mietern dabei zu bestimmen , in welchem Umfang eine Mietminderung angemessen ist.

Eine Mietminderung kann vom Mieter grundsätzlich immer dann vorgenommen werden, wenn die Mietsache so mangelhaft  ist, dass deren Gebrauchstauglichkeit zumindest eingeschränkt ist.

Neben den sonstigen formalen Bedingungen, die für eine wirksame Mietminderung erfüllt sein müssen, muss der Mieter vor allem darauf achten, dass die Höhe der Mietminderung angemessen ist.

Hierzu gibt es keine klaren gesetzlichen Regelungen. Vielmehr muss die jeweils angemessene Höhe im Einzelfall bestimmt werden. An dieser Stelle kommt die Mietminderungstabelle ins Spiel. Als Mietminderungstabelle bezeichnet man eine – je nach Anbieter mehr oder weniger ausführliche – Sammlung von Urteilen, die sich mit der im jeweils behandelten Fall angemessenen Höhe der Mietminderung beschäftigen. Anhand dieser Urteile können betroffene Mieter versuchen vergleichbare Fälle zu finden und so Anhaltspunkte für den zulässigen Umfang der Mietminderung im eigenen Fall finden.

In einer Mietminderungstabelle findet sich in der Regel eine kurze Zusammenfassung des Mangels, die Höhe der Mietminderung in Prozent gemessen an der Kaltmiete sowie das Datum der Entscheidung und das Gericht, dass das jeweilige Urteil gefällt hat. Im Besten Fall ist auch das Aktenzeichen der Entscheidung und eine Fundstelle der Volltextentscheidung in der Mietminderungstabelle vermerkt.

Wichtig zu wissen ist, dass eine Mietminderungstabelle nur einen ersten Anhaltspunkt liefern kann. Die Bestimmung der Höhe einer Mietminderung sollte immer in Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt oder einer anerkannten Mieterberatungsstelle erfolgten. Die Mietminderungstabelle bietet dem Mieter aber die Möglichkeit, sich auch eine solche Beratung optimal vorzubereiten.

Gute Tipps zu Thema Mietminderung…

finden Sie im Internet beispielsweise unter folgenden Adressen: